In den letzten Jahren hat sich der Markt für Unternehmens-Software stark verändert. Steigende Kosten, neue rechtliche Anforderungen und die Abhängigkeit von einigen wenigen grossen Anbietern machen die Frage der Datenhoheit zu einem echten unternehmerischen Thema. Datensouveränität ist längst kein abstraktes Schlagwort mehr — sie ist eine konkrete Antwort auf konkrete Risiken, die jedes Unternehmen betreffen können.
Microsoft hat die Preise für seine Office-Pakete in den letzten Jahren mehrfach erhöht und schaltet zunehmend KI-Funktionen automatisch dazu. Viele Unternehmen zahlen heute spürbar mehr als noch vor kurzem — für Leistungen, die sie teilweise gar nicht angefragt haben.
Nach der Übernahme von VMware durch den Konzern Broadcom wurden die Lizenzmodelle grundlegend geändert. Für viele Unternehmen ist die gewohnte Virtualisierungs-Software dadurch deutlich teurer geworden — wer nicht auf eine Alternative wechselt, zahlt oft ein Vielfaches.
Nach US-Recht können amerikanische Behörden auf Daten zugreifen, die bei US-Konzernen wie Microsoft, Google oder Amazon liegen — selbst dann, wenn die Server in der Schweiz oder Europa stehen und von deren hiesigen Tochterfirmen betrieben werden. Das ist keine Theorie, sondern geltendes Gesetz.
Das revidierte Schweizer Datenschutzgesetz (revDSG) verlangt von Unternehmen, dass sie sorgfältig auswählen, wem sie die Bearbeitung ihrer Daten anvertrauen. Die Verantwortung dafür, wo und wie Kundendaten verarbeitet werden, liegt heute klar beim Unternehmen selbst.